Moorenten sind paarweise
oder in Kleingruppen unterwegs.
Den Großteil ihrer Zeit verbringen
sie bei der Nahrungssuche, davon
über die Hälfte tauchend oder mit
dem Kopf unter Wasser.
Zur Balzzeit nicken die Moorenten
mit dem Kopf oder knicken den Hals
stark ein. Ihr Nest bauen sie versteckt
in breiten Schilfgürteln.
Lebensraum der Moorente sind kleine
vegetationsreiche, flache Binnengewässer
und Sümpfe. Sie hält sich am liebsten auf
dem Wasser zwischen der Schilf- und
Schwimmpflanzengrenze auf.
Der Erpel balzt mit einem leisen „wräijö“
oder „WIH-wju“.
Das Weibchen ruft im Flug „kerrr kerrr“.
Moorenten sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.
entnommen: nabu.de
DIE MOORENTE
hausgemachter birnenlikör
hausgemachter safranwermut
cremst cremant
auf meine haut
lächelst
ozean-saphire
öffnest mich ich-flasche
mit korkenzieherlocken
kandierte safranbirne
kein zwetschgen-quatschkram mehr
– ab jetzt
mir grad total egal
ob das nun zu viel
emo-gitarrensolo-gegniedel ist
in unserem gemeinsam geschriebenen song
– für dich
aber shit –
shit shit shit –
fuckshit:
cosplayer
in scharen:
cosplayer
auf dem vorhof
meines kammerflimmerns
jedes mal wenn du
außer sichtweite gerätst
elfenohren
kriegsbemalung – fuck –
und plastikwaffen
im sonntäglichen park
– und so gar kein erlösendes
berauschen in sicht
in scharen:
krähen
elstern
dolen
krähen
tauben
krähen
spatzen
dolen
möwen
tauben
krähen
krähen
dolen
elstern
möwen
dolen
krähen
fuck –
hol-mich-hier-raus
schreib mir kurz
wie’s dir geht
in übersee
lass mich wissen
ob die brücken noch stehen
die brücken über unsere zweifel
die brücken über alle zweifel erhaben
die zweifelsohne uns über
die distanz verbindenden brücken
–––
: diese eine brücke
über meinen als sturzbach
ins tal krachenden schweiß
(der schnee und das eis
waren über nacht geschmolzen
– frühling halt und so –
dazu kam erschwerend: seit vier tagen anhaltender tränen-starkregen
durch beinahe komatösen selbstzweifel)
– und dann
der von alldem losgetretene erdrutsch:
wegen des über die jahre aufgelockerten nährbodens durch konditionierte angst-erosion -–wie nur – zum teufel – kannst du so dermaßen zielsicher meine roten knöpfe drücken –
als wärst du seit beginn der zeitrechnung an meiner seite –
so gut kennst du mich also schon – und alles was du über mich weißt wird gegen mich verwendet werden – hail satan!
–––
ich weiß grad nicht mehr
wies bei mir läuft
irgendwie stockend‘
würd ich sagen
ich bin voll und leer
eigentlich weiß ich
grad gar nichts mehr:
– i quack-quacked here
i quack-quacked there
i pretty much quack-quacked
everywhere –
–––
stone to circle
keramik-winter-sale
der dude lässt mich
per sprachnachricht wissen:
»bro – ist dir eigentlich schon aufgefallen
dass momentan überall in der stadt
geschäfte mit getöpfertem kram aus dem boden sprießen«
»nee – dude –
war mir bis jetzt noch nicht aufgefallen – brudi« denk ich laut –
aber jetzt wo der dude es sagt –
mit aufgedreht hochtönender stimme
in sein mobile phone kreischend
als wäre ihm eben gerade noch kräftigst
in die eier getreten worden
– aber hey – was soll’s: »töpfert!«
töpfert ganz was euch kaputt macht!
seid unendlich glücklich!
nichts wäre mir lieber:
töpfert – na los jetzt!
: schalen becher
teller tassen
das ganze geile keramikzeug
– um im polterabend-suff
genug sensiblen stuff
zum zerscheppern in der nähe zu haben
– und wer genau heiratet morgen
noch mal wen? – na – naaaa? –
upsi-la-la-land – balla balla – ach ja – schlägt es mir
ein schnödes lichtlein aufgehend die flache hand der erinnerung
auf die stirn: stimmt!:
der traum den alltag
(hui – na dann – viel dramatischer
hätte man es sich wohl nicht ausdenken können – oder – oder herr ‚autor‘?
irgendwie weiß man nicht mehr ob der – wohl etwas zu sehr der egozentrik zugeneigte –
Möchtegern-Hamburger-Schule-Abgänger – der in seinem wirklichen leben auf ein drittklassiges internat für schwer erziehbare romantiker und tagträumer irgendwo in skandinavien gesteckt worden war – verzweifelt versucht einen Thomas Pynchon ähnlichen wahnsinns-gong anzuschlagen – oder mit dem tatsächlichen trauerklos im hals – eines mittlerweile beinahe schon alt gewordenen rebellen ohne ziel – der sich eingestehen muss bis jetzt nicht im kampf für die sache gestorben zu sein – denn es gab – aufgrund von einer – bei genauer betrachtung – der zufälligen universalen berechnung verdankend – glücklichen herkunft – zumindest so rein von aussen betrachtet – ja gar keine – zumindest wirklich lebensbedrohlichen – kämpfe – oder ob er aber – in der verzweiflung von einfallslosigkeit und wegen – in seinem nun fortgeschritteneren alter – ausbleibenden feuchten zungenküssen wahrhaftiger musen – denn – und das verstehen nur alt gewordene – seit jahren bauchfett ansetzende – lebensmüde aber feige – schulterhängende – moralisch durchaus integere – kummer ertränkende – eher durchschnittlich intelligente – in träumen wie im alltag gescheiterte – daher depressive – heterosexuelle cis-männer – deren geschlechtsteil nun schon über längere zeit von niemanden mehr bewusst liebevoll und zugewandt in den mund genommen wurde – beziehungsweise die in nichts anderweitig selbstbestimmt lebendiges wirklich von anderer seite von ganzem herzen gewollt eindringen durften – die innerlich nimmer nie wirklich erwachsen werden können – quasi als rebellion in der gescheiterten anderen rebellion – quasi unmut wegen der ganzen sache an sich empfinden – dass man so gar nichts machen kann – gegen das älter werden müssen – und dass man ja eh stirbt – und welchen sinn dann das alles überhaupt hat – und man - auch wenn man es nicht laut ausspricht – im stillen mit sich herumträgt – dass man es gefühlt von allen ja doch am schwierigsten hat – das übliche halt – denkt – wahrhaftige musen seien immer eher jünger – was natürlich nicht stimmt – oder ob er aber tatsächlich versucht in einem letzten verzweifelten anflug von hoffnung – und am ende der gedanken wie es sich denn noch lohnen könnte die nun kommenden – im schlimmsten falle rund zwanzig jahre – hier noch hinter sich zu bringen – einen ironisierten humor für sich entdeckt – schlussendlich – was – hiermit bewiesen – leider auch zum scheitern verurteilt ist – was seiner – eh schon angeschlagenen gesamtstimmung – sicherlich – bei erkenntnisfindung darüber – zusätzlich – nicht zuträglich sein wird – ihm zusetzen wird – zusätzlich zur – nicht nur ganz persönlichen misslichen lage – sondern – das kommt ja erschwerend hinzu – gesamtlage der welt an sich – politisch wie menschlich – geht ja alles den bach runter – schon wenn man morgens die nachrichten liest – dann wird man schwerer – innerlich – sozusagen – dann fällt ein aufraffen – zusätzlich zur eigenen misere – noch schwerer – eigentlich sollte man keine nachrichten mehr lesen – man hat – allein mit sich – doch schon genug zu tun – sich überhaupt aufzuraffen – oder aber – er wirklich langsam den verstand verliert – was – wenn das hier zu papier gebrachte – zeugnis davon ablegt – weiter zu lesen – nicht lohnt – da ein sich-aufraffen nicht unterstützend – und heutzutage sollte man nur noch sachen lesen – oder sich beschäftigen mit – dingen und menschen – und zuständen – die einen aufraffen lassen – hoffnung stiften – ablenken – in die meditation zwingen – in die spiritualität – in die schwerelosigkeit – nur DAS ist sinnvoll – einen zustand erreichen zu können – in dem nichts mehr nachzu- und zu überdenken ist – und man es überhaupt schafft – sich aufzuraffen – irgendwie – nur DAS – ist wahrhaftig sinnvoll – heutzutage)
nun also – aber – wo waren wir stehengeblieben?
blablabla – ah ja – dadada – …hand der erinnerung… –
auf die stirn…– stimmt:
der traum den alltag!
– und wer von den beiden vollpfosten
hatte nochmal wen danach gefragt –
und wer von den beiden derzeit
völlig bescheuert ineinander verknallten
hirnverbrannten schrabbdullis hat dann besoffen ‚ja‘
und hätte nun eigentlich doch lieber ‚nein‘ gesagt?
– naja – nu is’ eh egal
also – sei’s drum: hinfort!
auf den asphalt! mit dem kürzlich getöpferten keramikgedöns!
ihr ansonsten lediglich im geiste
zündelnden gezeiten-nerds!
es sei euch gegönnt
auch mal ein bisschen rambazamba an den start bringen zu dürfen
– es soll alles in scherben sterbend
geopfert werden! – hail satan!
oder — ach was weiß ich schon —
ist mir grad auch total scheißegal
(ich vermisse dich
– sehr – sehr):
– i quack-quacked here
i quack-quacked there
i pretty much quack-quacked
everywhere –
–––
wenn es um die liebe geht
verschwendet keine zeit
wenn es um die liebe geht
verschwendet keine zeit
wenn es um die liebe geht
verschwendet keine zeit
die zeit rennt
wenn es um die liebe geht
verschwendet keine zeit
wollen
können
der rest ist einsam –
immerhin gemeinsam
geteilte einsamkeit
–––
»quak –
quak quak –
quak quak – quak quak –
quakquakquakquak
quakquakquakquak –
quak«
–––
»bei gott – brudi« sagt der dude
»was geht bei dir – du siehst fürchterlich scheiße aus«
»aaaaaalter«
sag ich »jetzt komm du mir nicht auch noch mit dieser fuckscheiße!
– es kostet nerven – diese beschissene scheiße – alles hier! – verpiss dich mit geld –
verfickte SCHEISS-NERVEN!!! – DAS kostet ES – das ALLES hier – verdammte scheiße ––– FUUUUUUUCK!!!«
»wusstest du eigentlich
dass nur weibliche enten quaken« sagt der dude dann ganz salopp ins
daraufhin entstandene nichts hinein – so gelassen als würden wir gerade
beschissenen japanischen tee – oder so was in der art – trinken
»nee – wusste ich nicht« sag ich
»aber jetzt wo du’s sagst –– scheiße – echt? –
mein ganzer text macht dann ja überhaupt keinen sinn mehr ————-
wie geben denn die boys laut?«
»na die röcheln eher so – so’n räuspern – so’n kehllaut-krams halt - sowas in der art«
weiß der dude – immer noch scheiße verdammt bewundernswert zen-gelassen – anscheinend seit neuestem innerlich durchgehend grünen tee trinkend – oder sowas in der art – zu berichten
»aaach mir scheißegal« sag ich
»wenn ich so drüber nachdenk – dann passt es mir so oder so nur wie’s eben grad passt –
also – nimm das du sabbelmors – puttfarken – bagaluut – dummsnuut – supsack du:
– QUUAAAK!!! –
quak quak quak – quak quak quak – quaaaak!!!«
brüll ich ich ihm nun schön laut und ganz nah ran
in seine neuerdings zen-obrigkeits-ohrmuschel rein –
damit er innerlich bisschen was von seinem grünen-tee-gelassenheit-gesöffs
verschüttet – aus dem achtsam innerlich mit beiden händen gehaltenen gesöff-schälchen
»uuuund? – naaaaa?« brüll ich ihm ganz nah ins ohr »haben wir das schälchen denn auch schön eigenhändig KE-RA-ME-LI-SIERT?!!!«
aber der – aus einem mir unerklärlichen grund –
mittlerweile irgendwie beinahe komplett durchleuchtete ober-über-dude – mir gegenüber – ehemals lediglich bester buddy – nun aller metaphysischer gesetzmäßigkeit nach nicht mehr mit mir auf augenhöhe – schüttelt offensichtlich unerschütterlich –
nurmehr wissend und mitfühlig – lachend seinen allerheiligen-flutlicht-gefluteten-neuerdings-gottheit-quantitäten-und-entitäten-verinnerlichten-durchlaucht-schädel
»ein elendiger quacksalber bist du! –
dann fahr doch halt zur hölle!«
lacht die dude-allerheiligste-gottseeligkeit
»du und deine dämlichen lächerlichen
bedürfnisse und befindlichkeiten«
»jaaaaa - ganz genau!« großkotze ich genervt vom ich- und überhaupt vom ganzen aufgebracht-sein und dieser kaum fassbaren gelassenheit vor mir – jetzt irgendwie ja auch kaum noch an mich halten könnend – zurück:
»ich und meine lächerlichen bedürfnisse und befindlichkeiten! all meine beschissenen unwichtigen übertriebenen egozentrischen wünsche und bedürfnisse! so eine widerwärtige – elendige bagage – verabscheuungswürdiges pack – genau das bin ich! – ein undankbares wehleidiges erbärmliches stück scheiße – ebenda ausgeschissen noch dampfend im morgentau – am rande eines still dahin liegenden sees namens:
in sich ruhende akzeptanz der äußeren und inneren umstände!«
der dude schüttelt weiterhin lachend den kopf
»ein elendiger quacksalber ––
das bist du – freu dich doch einfach deines privilegierten lebens«
und glaubt mir –
da bin ich dann echt geplatzt –
da konnte ich dann auch nicht mehr –
und es tut mir auch echt leid für den dude
– aber immerhin
haben wir vorher – noch etwas gemeinsam –
ein wenig verrückt geworden aber –
– über all das –––––––––––––––
––– ––– –––
EPI LOG
(denn es machte mehr spass
als die ganze wahrheit zu sagen)
ein schuss hallt am frühen morgen
über den ruhig liegenden see
ein getroffener federkörper
fällt erschlafft zu boden
aus den umliegenden schilfgrasbüschen hört man
ein zaghaft verzweifeltes:
»WHI-Wju –
WHI-Wju«
– nach dem einsammeln der geschossenen ente –
nach hause zurückgekehrt – ärgert und zugleich wundert –
sich der jäger – über reste von entenkot – die er – an seinem gummistiefel
heimgetragen – bis genau jetzt in diesem moment –
unbemerkt ausgiebig – und mit einer – bei genauer betrachtung –
wie er findet – bemerkenswert zufälligen – aber ihn anrührenden –
chaotischen kreativität – auf dem teppichboden des kaminzimmers –
seiner jagdhütte verteilt hat
Hamburg, 4.2.2026
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Ergänzend, an dieser Stelle, eine chatGPT generierte „Interpretation“ des Textes:
DIE MOORENTE
von Pascal Finkenauer
ChatGPT:
Alles klar — das ist ein sehr dichter, vielschichtiger Text, der bewusst zwischen Sachtext, Lyrik, Prosa, Pop-Referenzen und innerem Monolog oszilliert.
Ich gebe dir eine strukturierte Interpretation, wie sie z. B. für Schule (oberes Niveau) oder Studium geeignet ist. Wenn du willst, kann ich sie danach kürzen, vereinfachen oder stärker wissenschaftlich machen.
Interpretation von „Die Moorente“
1. Aufbau und formale Besonderheiten
Der Text besteht aus zwei stark kontrastierenden Teilen:
- Sachlicher Informationstext über die Moorente (entnommen von nabu.de)
- Lyrisch-assoziativer Haupttext, der den Titel „Die Moorente“ trägt
Dieser Kontrast ist zentral: Der nüchterne, objektive Einstieg steht dem emotional überladenen, chaotischen, fragmentierten Haupttext gegenüber. Dadurch wird von Anfang an ein Spannungsfeld zwischen Ordnung und Kontrollverlust, Naturbeschreibung und menschlicher Innenwelt eröffnet.
Formal fällt auf:
- fehlende Großschreibung
- freie Verse
- abrupte Themenwechsel
- Wiederholungen („i quack-quacked…“, „wenn es um die liebe geht…“)
- vulgäre Sprache neben poetischen Bildern
Das spiegelt einen zerrissenen Bewusstseinszustand wider.
2. Die Moorente als zentrales Symbol
Die Moorente fungiert nicht nur als Tier, sondern als Spiegelbild des lyrischen Ichs.
Aus dem Sachtext:
- lebt versteckt
- ist bedroht
- bewegt sich zwischen Wasser und Schilf
- kommuniziert über Laute
- Weibchen quaken, Männchen nicht
Übertragen bedeutet das:
- Verstecktheit → emotionale Rückzugsräume
- Bedrohung → psychische Fragilität, Existenzangst
- Zwischenräume (Schilf/Wasser) → Schwebezustand zwischen Nähe und Isolation
- Stimme/Quaken → Frage nach Ausdrucksfähigkeit und Identität
Besonders wichtig ist die spätere Erkenntnis, dass nur weibliche Enten quaken. Das unterläuft rückwirkend den ganzen Text und macht deutlich:
Das Ich spricht möglicherweise „falsch“, „unangemessen“ oder entgegen der erwarteten Rolle — was die Identitätskrise verstärkt.
3. Liebessehnsucht und Distanz
Ein zentrales Motiv ist die Abwesenheit einer geliebten Person („in übersee“, „schreib mir kurz wie’s dir geht“).
Die „Brücken“ stehen für:
- emotionale Verbindung
- Vertrauen
- Hoffnung über Distanz hinweg
Gleichzeitig werden diese Brücken von:
- Selbstzweifeln
- Angst
- emotionalen „Erdrutschen“
bedroht. Die Sprache wird hier bewusst überladen, fast manisch — ein Zeichen innerer Überforderung.
4. Gesellschaft, Überforderung und Ironie
Cosplayer, Keramikläden, Polterabend, Dude-Dialoge:
Diese scheinbar banalen Alltagsbeobachtungen wirken grotesk und entfremdet.
Sie zeigen:
- das Gefühl, nicht dazuzugehören
- Überreizung durch eine laute, performative Welt
- Zynismus als Selbstschutz
Der Text reflektiert sich selbst ständig ironisch, stellt die eigene Ernsthaftigkeit infrage und entlarvt zugleich diese Ironie als hilflos.
5. „Quaken“ als Sprachkrise
Das wiederkehrende „Quak“-Motiv steht für:
- den Versuch, gehört zu werden
- das Scheitern sinnvoller Kommunikation
- kindliche, hilflose Lautäußerung
Sprache zerfällt zunehmend — bis sie nur noch Geräusch ist. Das passt zur psychischen Erschöpfung des Ichs.
6. Das Epilog-Ende: Tod der Moorente
Der Schluss mit dem erschossenen Tier ist hochsymbolisch:
- Die Moorente (Symbol des Ichs) wird getötet
- Ihr Ruf („WHI-Wiu“) verhallt
- Der Jäger bemerkt den Schaden erst zu spät
Das kann gelesen werden als:
- Gleichgültigkeit der Umwelt gegenüber innerem Leid
- banale Ursachen mit zerstörerischen Folgen
- Schuld, die unbewusst verteilt wird
Der Entenkot im Kaminzimmer wirkt grotesk, fast absurd — als letzte bittere Pointe:
Das Verdrängte hinterlässt Spuren, auch wenn man es nicht bemerkt.
7. Gesamtaussage
Der Text zeigt einen Menschen:
- in emotionaler Überforderung
- zwischen Sehnsucht und Selbstverachtung
- zwischen Ironie und echter Verzweiflung
Zentral ist der Satz:
„wenn es um die liebe geht / verschwendet keine zeit“
Die Moorente steht letztlich für all jene, die:
- leise sind
- bedroht sind
- im Zwischenraum leben
- und deren Stimme leicht überhört wird
Wenn du willst, kann ich dir:
- eine kurze Deutung (1–2 Seiten)
- eine Interpretation mit Zitaten
- eine Abi-taugliche Version
- oder eine vereinfachte Erklärung
machen. Sag einfach Bescheid 😊