ICH VERHARRTE

ich verharrte

auf einer bank 


in den wirren der stadt

In einer warmen samstagnacht


in der einsamkeit 

einer abgelegenen ecke

und einer hölzernen sitzgelegenheit


umringt

von den gewöhnlichen nachtgeräuschen 

von angeregten gesprächen in den cafés 

und bars und plätzen 


inmitten 


des prustens

lachens

und zeterns  

des lauthals diskutierens

der zungenküsse

des übergebens

der geflüsterten dinge


war mir plötzlich so

als würde aus dem stimmengewirr


jemand laut meinen namen rufen –

entfernt doch naheliegend genug

deutlich hörbar:


P-A-S-C-A-A-A-L


und wieder:


P-A-S-C-A-A-A-L


– als würden freunde von mir 

oder fremde

in einiger entfernung 

gemeinsam zeit verbringend

nach mir rufen

weil sie mich 

soeben gerade 

in ihrer runde vermissten


– und ich dachte 


wahrscheinlich jede•r

auf einer einsamen bank


inmitten 

des entfernten trubels


trägt gerade 

meinen namen 

und im umkehrschluss

ich den ihren 


und wir fühlen uns 

womöglich beinahe gemeinsam 

vermisst und fehlend


weil jemand

zufällig 

und ausgerechnet 

nur in diesem moment


jemand anderen

nach meinem namen 

ruft